Logo Sankt Martin Verein Metzkausen e.V.
Sankt Martin Verein Metzkausen e.V.

Martinszüge in der Innenstadt und Metzkausen finden nicht statt

Die Martinszüge in Metzkausen und in der Innenstadt finden in diesem Jahr nicht statt. "Es ist ganz, ganz schade - und es tut uns auch sehr leid", sagte Vanessa Witte, seit dem vergangenen Jahr Vorsitzende des Sankt Martin Vereins Metzkausen. "Aber die Verantwortung können wir nicht tragen." Bei mehr als 3.000 Teilnehmern in Metzkausen könnten Abstände nicht eingehalten werden. "Und wir haben nun einmal eine Verantwortung gegenüber den Kindern und den mitlaufenden Eltern", so Witte.

Dass nicht alle Eltern diese Entscheidung nachvollziehen und verstehen werden - damit rechnet Dirk Klotzky, Geschäftsführer der Martinsfreunde, die alljährlich den großen Umzug samt Mantelteilung und Weckmann-Verteilung in der Oberstadt organisieren. "Man kann es aber auf den Punkt bringen: Es ist eine schöne Veranstaltung - ohne Frage. Aber es ist eben keine lebensnotwendige Veranstaltung." Christoph Schulze, Vorsitzender der Martinsfreunde, ergänzt: "Und ich mag mir nicht vorstellen, was los wäre, wenn es denn auf dem Umzug tatsächlich zu Neuinfektionen kommen würde." Man könne auch nicht, wie immer wieder von Außenstehenden formuliert, die Entwicklung abwarten und dann recht spontan entscheiden, ob der Umzug stattfinden kann oder nicht. "Die Organisation des Zuges mit den ganzen Genehmigungen und Sammeln von Spenden von Geschäftsleuten kostet viel Zeit - Zeit, die ehrenamtlich aufwenden", so Schulze.

Vanessa Witte tut die Absage auch darum leid, weil aus den Überschüssen der Haussammlung und der Spenden sozial Benachteiligten oder Menschen, die in Notlagen geraten sind, geholfen wird. Das kann der SKFM sein oder die Caritas, so Witte. Verstärkt wolle man künftig auch Gutes für Kinder tun - so wie im vergangenen Jahr beispielsweise der Kindergarten am Hoshof eine Spende erhielt, um die Schulbücherei aufstocken zu können. "Das tun wir im Zeichen von Sankt Martins Mantelteilung und dem Akt der Nächstenliebe", sagte Witte. Gemeinsam überlege man derzeit im Vorstand, ob man die Haussammlung unabhängig vom Umzug durchführen könne. "Wobei ein Problem ist, dass viele der Spendensammler älter sind und wir auch da kein Risiko eingehen wollen." Vielleicht lasse sich ja auch virtuell etwas auf die Beine stellen, so die Vereinsvorsitzende.

ass der Martinszug ausfallen muss, hat es seit Vereinsgründung "noch nie" gegeben, so Christoph Schulze. Er habe gehört, dass es selbst zu Kriegszeiten einen Umzug gegeben habe. Und auch in Metzkausen, wo es den Umzug seit Mitte der 60er-Jahre gibt, wurde noch nie abgesagt - trotz Sturm, Wind und Regen in manchen Jahren.

m kommenden Jahr stehen die beiden Vereine dann vor unterschiedlichen Problemen. Der Martinszug in der Innenstadt würde eigentlich am 11.11. stattfinden - "da bekommen wir aber keine Kapellen, weil die in Sachen Karneval unterwegs sind", sagt Schulze, der sich vorstellen kann, den Umzug dann um eine Woche nach hinten zu verschieben.

[...]

Den ganzen Bericht können Sie lesen auf taeglich.me oder in der PDF-Version zum Download (1MB)

Ein weiterer Bericht zur Absage der Martinszüge ist auf rp-online.de erschienen. Auch diesen Bericht können Sie als PDF-Version herunterladen (150KB).

auf Facebook teilen per Twitter tweeten auf Whatsapp teilen