Geschichte des Sankt Martin Verein Metzkausen e. V.
Die Ursprünge von Sank Martin reichen in Metzkausen bis in die frühen 1950er Jahre zurück. Bereits 1952 wurde der erste eigenständige Martinszug in Metzkausen organisiert - unabhängig vom Martinszug in Mettmann, mit dem zuvor zusammen gefeiert wurde.
Ein zentraler Zeitzeuge dieser frühen Jahre ist Landwirt Willi Miesen, der sich lebhaft daran erinnert, wie er 1952 von Bürgermeister Heinrich Felder gebeten wurde, mit seinem Pferd "Max" den Martin darzustellen.
Der Martinszug war von Beginn an etwas Besonderes, weil er sowohl von evangelischer als auch katholischer Seite getragen wurde. Dies spiegelt sich auch in dem traditionellen ökumenischen Martinsgottesdienst wieder, der seit vielen Jahren von beiden Gemeinden und dem Martinverein gemeinsam veranstaltet wird.
Der stetig wachsende Martinszug machte feste Organisationsstrukturen unumgänglich und so gründeten 14 Bürgerinnen und Bürger am 11. Oktober 1965 den "Sankt Martin Verein Metzkausen e.V." unter Leitung von Peter Dahlhäuser.
Am 15. Oktober 1967 übernahm Josef Schäfer den Vorsitz und prägte über Jahre hinweg mit großem Engagement den Martinverein und -zug. In dieser Zeit erlebte sowohl Metzkausen als auch der Martinszug einen stetigen Zuwachs. Nach seinem plötzlichen Tod im Jahr 1980 übernahm Wolfgang Giegerich den Vorsitz. Auf seine Initiative hin wurde die Aktion "Hilfe vor Ort" ins Leben gerufen. Aus den Überschüssen der Haussammlungen finanziert der Verein Unterstützung für Mettmanner Familien und Einzelpersonen in Not: Tornister für Schulkinder, Zuschüsse für Nachhilfe oder die Unterstützung anderer sozialer Projekte in Zusammenarbeit mit Caritas, SKFM und anderen Vereinen und Institutionen aus Mettmann. Seit 1982 ist der Verein für seine Arbeit offiziell als gemeinnützig anerkannt. Für diese gelebten Beispiele des Teilens im Sinne von Sankt Martin wurde Wolfgang Giegerich im Jahr 1995 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Nach seinem unerwarteten Tod im Jahr 1997 wurde Eckart Dörner 1. Vorsitzender des Martinvereins. Seitdem sind die Teilnehmerzahlen an Martinszug weiter gestiegen, so dass mittlerweile jedes Jahr 2.800 Weckmänner verteilt werden. Auch im Rahmen der "Hilfe vor Ort" konnten mit Hilfe der Unterstützung vieler Sammlerinnen und Sammler und Dank aller Spenderinnen und Spender beträchtliche Hilfe im Sinne des Sankt Martin geleistet werden. Seit den achtziger Jahren kam hierbei ein hoher sechsstelliger Betrag zustande.
Im Jahr 2019 hat der damalige Vorstand bestehend aus Eckart Dörner, Sigrid Ehrhard und Magret Schneider das Zepter an die jüngere Generation, bestehend aus der 1. Vorsitzenden Vanessa Witte sowie ihren Stellvertretern Desiree Bruver-Leske und Dominik Ehrhard, übergeben. Seitdem führt der neue Vorstand den Sankt Martin Verein in Tradition, aber auch mit einigen Neuerungen weiter und freute sich mit allen Unterstützenden und Teilnehmenden im Jahr 2025 sein sechzigjähriges Bestehen sowie den Gewinn des Heimatpreises der Stadt Mettmann feiern zu können.
